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Im Wandel von altbewährten Techniken, mit denen wir eigenhändig etwas Neues erschaffen, zur digitalen Transformation von Kunst. 

Die Definition von Kunst umfasst einen so unendlich großen Bereich und doch wird sie oft wie ein Stiefkind behandelt. Von großem Wert heutzutage sind bekannte Werke von bereits verstorbenen Malern oder Bildhauern, Dichtern und Autoren, Komponisten oder Sängern und vielen anderen „Kunst schaffenden Menschen“. Und diese Menschen lebten in einer Zeit, in der Pinsel, Tinte, Farben und Papier kostbares Gut waren und Texte und Musik nicht mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden. Ganz egal ob wir das heute gut oder schlecht finden.

Dank der Entwicklung neuer Werkzeuge und Techniken erlebt die Kunstszene einen tiefgreifenden Wandel. Die digitale Kunst hat sich jedenfalls in den letzten Jahrzehnten zu einer der dynamischsten und spannendsten Ausdrucksformen entwickelt. Heutzutage umfasst sie eine breite Palette an Medien, die von digitalen Malereien über 3D-Modelle bis hin zu interaktiven Installationen reichen.

Zu den ersten Formen digitaler Kunst gehörten Computergrafiken, die in den 1960er Jahren entstanden sind – also schon eine Weile her! Software wie Adobe Photoshop, Blender und Procreate ermöglicht es Künstlern, ihre Visionen präzise und in nie da gewesenem Ausmaß umzusetzen. Und im letzten Jahrzehnt eröffnet die Integration von KI und anderen innovativen Technologien Künstlern wieder ganz neue kreative Horizonte.

Kunst trifft digitale Technologie: Virtual Reality und Augmented Reality als immersive Kunst-Erlebnisse

Wir befinden uns mitten im Zeitalter der Digitalisierung. Und das spiegelt sich natürlich auch in der Kunst und bei uns im Illuseum Berlin wider.

Für den ein oder anderen stellt sich vielleicht die Frage: Ist digitale Kunst denn „echt“?

Unsere Antwort dazu ist ein klares JA. Denn als Museum für Illusionen, optische Täuschungen, einzigartige Kunst, immersive Technologien und Interaktivität ist digitale Kunst eines der Hauptthemen, wenn es darum geht, was wir euch zeigen möchten.

Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sind moderne Technologien, die die Grenzen des Kunstschaffens erweitern. Künstler können immersive Erlebnisse schaffen, die das Publikum in die Kunst sprichwörtlich hineinziehen. VR-Galerien und AR-Installationen ermöglichen es uns, Kunst in einem neuen, interaktiven Kontext zu erleben!

Bei uns im Illuseum Berin integriert das „Window of Illusions“ vom Künstler Tiziano Mirabella mit Hilfe von Video-Mapping und einer Tracking-Kamera unsere Besucher in ein digitales Gemälde und lässt sie so selbst Teil einer digitalen Projektion werden. Während das Künstlerduo „Magnificent Matter“ Themenbereiche aus der Biologie als immersive Installation auf unseren LED-Bildschirm von Lichtdesigner Lars Murasch erlebbar machen, lädt die mechanische Kunst von Florian Görlitz dazu ein, durch die hypnotische Wirkung seiner Werke der Hektik des Alltags zu entfliehen und dem Geist im Hier und Jetzt den Raum für Kreativität zu geben. In unserer Augmented Reality Ausstellung „Alice im Wunderland“ werden die Werke von Benjamin Mitchley mit dem Smartphone zum Leben erweckt und lässt uns so in eine neue Dimension von Kunst eintauchen.

Unsere Mission ist es, euch ein breites Wissen zu vermitteln und ein besonderes Erlebnis zu bieten: Kunst zum anfassen und zu erfahren – auch digital. Denn Kunst kann so vieles sein und deshalb möchten wir mit unseren dynamischen Ausstellungen die pulsierende Kunstszene Berlins repräsentieren und wie die digitale Welt optische Täuschungen hervorbringt und beeinflusst.

Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Trends und deren Auswirkungen auf die Welt der Kunst

Heutzutage nutzen Künstler Machine Learning, um Algorithmen zu erstellen, die eigenständig visuelle Werke generieren. Der berühmte Algorithmus AICAN® zum Beispiel kann Bilder schaffen, die von menschlichen Künstlern nicht zu unterscheiden sind. KI-Algorithmen erlauben es Nutzern, den Stil eines berühmten Gemäldes auf ein eigenes Foto zu übertragen. Dies schafft eine Verbindung zwischen traditioneller Kunst und modernen Medien. Irgendwie spannend und gleichzeitig spooky.

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Kunst geschaffen, interpretiert und konsumiert wird, grundlegend zu verändern. KI-gestützte Tools wie DeepArt und DALL-E können Bilder generieren, die den Stil eines bestimmten Künstlers imitieren oder sogar völlig neue visuelle Konzepte entwickeln. Diese Werkzeuge ermöglichen es Künstlern, Inspiration aus einer schier unendlichen Quelle zu schöpfen und neue kreative Ansätze zu erforschen.

Neben KI gibt es aber noch viel mehr Technologien, die die digitale Kunstszene radikal verändern. Die Blockchain-Technologie beispielsweise hat das Konzept von Originalität und Besitz in der digitalen Kunst komplett neu definiert. Mit der Einführung von Non-Fungible Tokens (NFTs) können Künstler ihre digitalen Werke als einzigartige Objekte verkaufen, die nicht einfach kopiert oder gestohlen werden können.

Fakt ist, dass digitale Kunst, unterstützt durch Künstliche Intelligenz und neue Technologien, mehr als nur ein Trend ist. Sie ist eine Revolution, die das kreative Schaffen auf eine neue Ebene hebt. Während Künstler neue Werkzeuge und Plattformen erkunden, eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für Interaktivität. Die Zukunft der Kunst wird zweifellos von diesen Entwicklungen geprägt sein, und es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese Technologien weiterentwickeln und die Kunstwelt beeinflussen werden.

Unser Fazit: Wir setzen der Kreativität keine Grenzen.

Die Integration von KI in den kreativen Prozess hat zu einer wichtigen Debatte über die Authentizität und den kreativen Wert von Kunst geführt. Wer ist der wahre Schöpfer eines Werkes: der Mensch, der den Algorithmus programmiert hat, oder die KI, die das Endprodukt erstellt hat? Diese Fragen stellen nicht nur die Rolle des Künstlers in Frage, sondern auch, wie wir Kunst im digitalen Zeitalter wahrnehmen und schätzen.

Trotzdem nutzen immer mehr Künstler neue technische Möglichkeiten als zusätzliches praktisches Werkzeug um ihre eigenen Ideen umzusetzen. Was wäre also der Benefit für die Kunstszene und auch für unsere Besucher im Museum, wenn wir Computer, die KI und weitere Technologien als legitime Hilfsmittel für Künstler ausschließen würden? Und wo wäre die Kunstwelt heute wenn wir neue kreative Techniken und Technologien wie Acryl, Tape Art, Video und Augmented Reality von vornherein schon abgelehnt hätten?

Im Illuseum Berlin setzen wir der Kunst keine Grenzen. Und dennoch bleibt die Essenz der Kunst im Mittelpunkt dieser Transformation: Der menschliche Ausdruck und die Fähigkeit, Emotionen und Ideen zu kommunizieren und erlebbar zu machen – egal, welches Medium genutzt wird.

Komm vorbei im Illuseum Berlin, lass dich inspirieren und erlebe optische und digitale Täuschungen als deine neue Realität. Und dann stellt sich dir vermutlich nicht mehr die Frage ob digitale Kunst echt ist.

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